EuroWire , BERLIN : Nach einem Brand, der eine Hochspannungskabelbrücke in der Nähe des Kraftwerks Lichterfelde beschädigte, waren am Samstag im Südwesten Berlins rund 50.000 Haushalte und 2.000 Gewerbebetriebe von Stromausfällen betroffen. Dies teilte Stromnetz Berlin, der Berliner Stromnetzbetreiber, mit. Der Vorfall ereignete sich an einer Kabelbrücke über den Teltowkanal und unterbrach die Stromversorgung mehrerer Stadtteile im Bezirk Steglitz-Zehlendorf. Laut Stromnetz Berlin verursachte das Feuer erhebliche Schäden an mehreren Erd- und Freileitungen, was Notabschaltungen zur Folge hatte, um weitere Netzüberlastungen zu verhindern. Die Feuerwehr brachte den Brand innerhalb weniger Stunden unter Kontrolle, sodass Ingenieure mit der Schadensbegutachtung und der schrittweisen Wiederherstellung der Stromversorgung beginnen konnten.

Die örtlichen Behörden teilten mit, dass Einsatzkräfte, darunter die Berliner Feuerwehr und technische Spezialisten von Stromnetz Berlin, den ganzen Tag im Einsatz waren, um das Gebiet abzusichern und das Stromnetz zu stabilisieren. Die Stromversorgung wurde in den betroffenen Gebieten schrittweise wiederhergestellt. Netzbetreiber warnten jedoch, dass die vollständige Wiederherstellung aufgrund der komplexen Infrastruktur und der vor der Wiederverbindung erforderlichen Sicherheitsprüfungen mehrere Stunden dauern könnte. Die Berliner Polizei bestätigte, dass Ermittlungen zur Brandursache eingeleitet wurden. In einer Mitteilung auf der Social-Media-Plattform X erklärten die Behörden, dass der Fall als mutmaßliche Brandstiftung behandelt werde und Spurensicherungsexperten zur Untersuchung des Brandortes entsandt wurden. Die Polizei sperrte Teile des Teltow-Kanals ab, um die Untersuchung und Spurensicherung zu ermöglichen. Es wurden keine Verletzten im Zusammenhang mit dem Vorfall gemeldet.
Das Kraftwerk Lichterfelde, einer der wichtigsten Stromknotenpunkte im Südwesten der Hauptstadt, spielt eine entscheidende Rolle für die Stabilität des Berliner Stromnetzes. Der Brandherd an der Verbindungskabelbrücke führte zu einer vorübergehenden Unterbrechung der Stromversorgung mehrerer Umspannwerke, die Wohn- und Industriegebiete mit Strom versorgen. Der Stromausfall beeinträchtigte am Samstagmorgen die Heizung, Beleuchtung und Telekommunikation für Tausende von Anwohnern. Laut Angaben der Stadtverwaltung wurde die Stromversorgung lebenswichtiger Einrichtungen wie Krankenhäuser, öffentlicher Nahverkehr und Rettungsdienste vorrangig sichergestellt. Notstromaggregate wurden bei Bedarf aktiviert, um den Betrieb aufrechtzuerhalten. Techniker von Stromnetz Berlin leiteten den Strom über alternative Leitungen um und trugen so dazu bei, Ausmaß und Dauer des Stromausfalls zu reduzieren.
Stromnetz Berlin beginnt mit dem schrittweisen Wiederaufbau der Stromversorgung
Die Berliner Feuerwehr berichtete, dass dichter Rauch von brennenden Dämmstoffen und Kabelmaterialien den Zugang zur Brücke zunächst erschwerte. Feuerwehrleute setzten Spezialgeräte ein, um die Flammen zu löschen und die beschädigten Bauteile zu kühlen, bevor sie die Baustelle zur Reparatur an Ingenieure übergaben. Umweltschutzteams überwachten die Luftqualität in der Nähe des Teltow-Kanals; es wurden keine Schadstoffbelastungen festgestellt. Stromnetz Berlin teilte mit, eine umfassende technische Bewertung durchzuführen, um das Ausmaß der Schäden an den Erd- und Freileitungen des Netzes zu ermitteln. Der Betreiber fügte hinzu, dass die Wiederherstellung der Stromversorgung planmäßig verlaufe und die meisten Wohngebiete voraussichtlich noch am selben Tag wieder ans Netz angeschlossen würden. Betroffene Unternehmen wurden gebeten, ihre elektrischen Anlagen zu überprüfen, bevor sie den Betrieb wieder vollständig aufnehmen.
Der Stromausfall unterstreicht die Bedeutung einer sicheren Energieinfrastruktur in großen Ballungszentren, insbesondere bei Brücken- und Kanalüberführungen, die wichtige Versorgungswege verbinden. Die Berliner Stadtverwaltung gab bekannt, dass die Infrastrukturinspektionen nach dem Vorfall in Zusammenarbeit mit der Bundesenergieaufsicht überprüft werden, um die Zuverlässigkeit und Ausfallsicherheit des Systems zu gewährleisten. Am Samstagabend war die Stromversorgung für die meisten betroffenen Haushalte und Gewerbebetriebe wiederhergestellt. Verbleibende lokale Störungen sollten nach Abschluss der technischen Überprüfungen behoben sein. Die Polizei bestätigte, dass die Ermittlungen zur Brandursache andauern und weitere Informationen nach Abschluss der forensischen Analysen veröffentlicht werden.
Das Kraftwerk Lichterfelde ist zentral für die Netzstabilität.
Der Stromausfall zählt zu den bedeutendsten lokalen Stromausfällen in Berlin der letzten Jahre und unterstreicht die Vernetzung der städtischen Energieverteilungssysteme sowie die schnelle Reaktionsfähigkeit der Notfall- und technischen Dienste. Der Vorfall verdeutlicht zudem die Abhängigkeit urbaner Zentren von komplexen, vernetzten Strominfrastrukturen und die Notwendigkeit einer raschen Koordination zwischen Stadtverwaltung, Energieversorgern und Rettungskräften. Obwohl Stromausfälle dieses Ausmaßes in der deutschen Hauptstadt selten sind, demonstrierten die schnelle Eindämmung des Brandes und die schrittweise Wiederherstellung der Stromversorgung die Effektivität des Berliner Krisenmanagements. Offizielle Stellen gaben an, dass die gewonnenen Erkenntnisse zur Stärkung der vorbeugenden Instandhaltung und der Resilienz der Infrastruktur im gesamten Berliner Stromnetz beitragen werden.
Der Beitrag „Brand legt Strom für 50.000 Berliner Haushalte und Unternehmen lahm“ erschien zuerst im British Messenger .
